Pflegezusatzversicherungen

Vorsorge mit "Geld-zurück-Möglichkeit"

Pflegerente

Die Pflegezusatzversicherung ist – neben der privaten Haftpflicht und der Berufsunfähigkeitsversicherung – die wichtigste Risikoabsicherung.

Da die Sicherung einer guten Pflege im Alters o wichtig ist, haben wir uns diesem Thema ganz besonders gewidmet. Weitere Informationen und Rechner finden Sie unter
Pflege-Spezial.

Die Situation: Im Rahmen der gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung besteht eine leistungsmäßig identische Grundabsicherung über die Pflegepflichtversicherung. Durch die gestiegene Lebenserwartung und bessere medizinische Versorgung wird sich die jetzige Pflegedauer von durchschnittlich 5 Jahren deutlich verlängern.

Aufgrund der Bevölkerungsentwicklung werden jedoch immer weniger Beitragszahler immer mehr Pflegebedürftige finanzieren müssen. 2005 lagen die Ausgaben bei 16,5 Mrd. Euro, 2030 werden sie bei 66 Mrd. Euro liegen. Heute sind etwa zwei Mio. Menschen pflegebedürftig, 2020 werden es voraussichtlich drei Mio. und 2050 fünf Millionen sein. Pflege ist zudem nicht nur ein Thema für Ältere: Ca. 10 % der Pflegebedürftigen sind unter 50 Jahre alt.

Die Pflegepflichtversicherung leistet je nach stationärer oder professioneller Pflege zuhause folgende Sätze (2014):

  • bei Pflegestufe 1: stationär 1.023 € , zuhause 450 €

  • bei Pflegestufe 2: stationär 1.279€ , zuhause 1.100 €

  • bei Pflegestufe 3: stationär 1.550 € , zuhause 1.550 €
 
  • In Härtefällen kann die Leistung  auf bis zu 1.918 € steigen.

Aufgrund der finanziellen Situation der Pflegepflichtversicherung erfolgen die Einstufungen in die Pflegestufen äußerst streng und restriktiv.(obige Zahlen stammen aus dem Deutschland Report 2030, einer Erhebung der Finanztest und dem Statistischen Bundesamt)

Wie werden die Zusatzkosten gedeckt?

Zur Deckung des Pflegebedarfs wird jegliches Einkommen des Pflegebedürftigen (gesetzliche Rente, private Rente, Zinseinnahmen, Miete etc.) sowie jegliches Vermögen (vorhandenes Kapital, Sachwerte, Immobilien etc.) herangezogen. Reichen Einkünfte und Vermögen des Pflegebedürftigen nicht aus, werden zunächst das Einkommen und Vermögen des Ehegatten herangezogen.

Danach gilt „Kinder haften für ihre Eltern“: Bis auf enge Freigrenzen wird auch das Einkommen der Kinder herangezogen.

Möglichkeiten privater Vorsorge:Private Versicherungen bieten im Wesentlichen drei Wege:


Die Pflegetagegeldversicherung ist in der Regel preiswerter, kann aber seitens der Versicherung bei steigenden Kosten erhöht werden. Der Abschluss ist schon in jungen Jahren möglich und dann besonders günstig.

Die Pflegerentenversicherung ist in der Regel teurer, bietet dafür aber garantierte Beiträge, die nicht erhöht werden können. Bei den meisten Anbietern ist der Abschluss erst ab 40 Jahren möglich.

Worauf müssen Sie inhaltlich achten?

Die Einstufung in die Pflegeklassen sollte auf jeden Fall der gesetzlichen Einstufung folgen.

Besser ist es, wenn alternativ noch ein unabhängiger Einstufungskatalog(ADL) geboten wird, der kundenfreundlicher ist als die restriktive gesetzliche Einstufung. Demenz und Alzheimer-Erkrankung sollten abgesichert sein, sie machen den höchsten Anteil an der Pflegebedürftigkeit aus.

Die Leistungshöhe sollte unabhängig davon sein, ob stationär oder zuhause gepflegt wird.

Assistanceleistungen, wie z. B. die Beschaffung eines Pflegeplatzes, können sehr hilfreich sein.

Als Mindestschutz sollten Leistungen bei Pflegestufe 3 abgeschlossen werden, besser ist eine Leistung auch bei Pflegestufe 2. Pflegestufe 1 lässt sich in der Regel aus vorhandenem Einkommen finanzieren.

Fazit:

Die Wahrscheinlichkeit, pflegebedürftig zu werden, ist inzwischen deutlich höher als die, berufsunfähig zu werden. Die Pflegekosten sind zumeist deutlich höher als angenommen, so dass privates Einkommen und Vermögen schnell aufgebraucht sein können. Eine Absicherung ist deshalb notwendig und sinnvoll, und sie ist in jungen Jahren wesentlich günstiger als im Alter.

Vor Vertragsabschluss findet zudem eine Gesundheitsprüfung statt, und nach einer schweren Erkrankung ist eine Aufnahme nicht mehr möglich. Eine Ausnahme bildet hier der sogenannte "Pflege-Bahr". Diese Form der Pflegetagegeldversicherung wird vom Staat mit einem monatlichen Zuschuss von 5,- Euro gefördert und verzichtet auf eine Gesundheitsprüfung. Da sich hier die private Versicherungswirtschaft verpflichtet hat jeden - auch Kranken - hier aufzunehmen, gibt es hier eine allgemeine Wartezeit von 5 Jahren.
Es gibt jedoch auch hier Angebote, die bei geringen gesundheitlichen Voraussetzungen (Fragen), die Wartezeit auf 3 Jahre verkürzen. Menschen, die bereits von der gesetzlichen Pflegeversicherung als Pflegebedürftig eingestuft sind, haben i.d.R. keine Möglichkeit eine Pflege-Bahr-Tarif eines privaten Anbieters abzuschließen.

Inzwischen gibt es einige Pflegerentenanbieter, die ermöglichen, dass die erheblichen Beiträge zur privaten Pflegeversicherung im Falle der Nichtinanspruchnahme (Bei vorzeitigem Tod oder stabiler Gesundheit) wieder an den Versicherungsnehmer oder dessen Erben zurückfließen.

Hier gibt es interessante Möglichkeiten. Bitte fragen Sie uns!

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Pflegezusatzversicherungen: Zur Zeit nur Pflegerente